Kongressprogramm
Entscheiderfoum Outsourcing 2012 (Stand: 21.05.2012)
09:30-11:45
KEYNOTES 2
Landgraf-Friedrich-Saal 1
09:30
KN-05: Wirkt Outsourcing wirklich? Vorteile des Bündelns am Beispiel Wertpapierabwicklung
Immer wieder wird davon gesprochen, dass Outsourcing tatsächlich Vorteile bringt. Doch welche sind das konkret? Anhand einer Studie durch ein unabhängiges Beratungsinstitut hat die Transaktionsbank dwpbank in Ihrer Kundschaft die Vorteile ermitteln und errechnen lassen, die sich durch ein Outsourcing der Wertpapierabwicklung ergeben. Anhand weiterer griffiger Beispiele wird gezeigt, wie die Bündelung der Wertpapierströme die Kosten regulatorischer Anforderungen abfedert und gleichzeitig zusätzliche Erträge durch eine "Einkaufsgemeinschaft" erwirtschaftet.
- Kostensenkung und Co: Ziele des Outsourcings
- Erfüllen sich die Erwartungen an das Outsourcing?
- Regulatorische Anforderungen als permanenter Kostentreiber
- Vorteile durch eine starke Einkaufsgemeinschaft
- Ausblick: Zukünftiges Synergiepotential
10:00
KN-06: Cloud Sourcing im globalen Kontext
- Dr.-Ing. Stefan Weiner, General Manager, Corporate Information Systems Company, Panasonic Europe Ltd., Hamburg
- Matthias Seidl, Geschäftsführer, LEXTA Consultants Group, LEXTA GmbH, Berlin
Ein langjährig erfolgreich praktiziertes Outsourcing und eine schlanke interne Organisation machen es nicht unbedingt leichter, die eigene Sourcing-Strategie auf den Prüfstand zu stellen und sich diesbezüglich neu
aufzustellen. CISC-EU, der IT Dienstleister von Panasonic Europe für 22 Länder, ist ein „Early Adopter“ im Data Center Outsourcing. Bereits seit dem Jahr 2000 bestehen Verträge mit zwei strategischen Partnern.
Im Jahr 2011 sah man sich in der Situation, aufgrund veränderter Geschäftsanforderungen, einer sich konkretisierenden Corporate-Data-Center-Strategie und kommerzieller Erwägungen den Ablauf der
bestehenden Verträge für eine Neuausschreibung der DC Services zu nutzen. Im Spannungsfeld lokaler Anforderungen und globaler Vorgaben wurde eine Sourcing Strategie definiert, welche konsequent auf Cloud
Services setzt, um die definierten strategischen Ziele von Effizienz, Flexibilität und Skalierbarkeit bei gleichbleibender Qualität und Sicherheit zu erreichen. Durch eine geschickte Auswahl der Anbieter und einen
mehrstufigen Sourcing-Prozess gelang es, die Kosten massiv zu senken und gleichzeitig von neuesten Technologien zu profitieren.
Dieser Beitrag skizziert Ausgangssituation, Rahmenbedingungen, Vorgehensweise und die Ergebnisse des Sourcings und richtet ein besonderes Augenmerk auf die innovative Lösung und die kritischen Erfolgsfaktoren des Projekts.
10:30
KN-07: Vom Outsourcing zum Cloud Enablement – ein Zwischenbericht aus Sicht von E.ON
- Dr. Frank Krickel, Transformation Executive, E.ON IT GmbH, Hannover
Nach dem Entschluss die IT-Infrastruktur der E.ON Gruppe an Hewlett-Packard und T-Systems auszulagern, hat E.ON eine der zurzeit größten Transformationsinitiativen gestartet. Dabei werden die technischen, strukturellen und kulturellen Voraussetzungen geschaffen, die u.a. langfristig den effizienten Einsatz von Cloud-Technologien ermöglichen. Der Vortrag stellt dar,
• wie E.ON diesen Transformationsweg angegangen ist,
• was die entscheidenden Erfolgsfaktoren sind,
• und welche Cloud-Technologien bereits im Aufbau sind.
11:00
KN-08: IT/OT Konvergenz: Anforderungen an die IT-Organisation 2013
- Dr. Harry Roth, Senior Vice President Financial Services Germany, Atos Information Technology GmbH, Frankfurt am Main
im Dialog / Streitgespräch mit
- Joachim J. Reichel, Senior Vice President und CIO, Wacker Chemie AG, München, Mitglied im Präsidium, VOICE - Verband der IT-Anwender e.V.
12:00-13:30
PLENUM 2: Zukunftsfähige IT-Organisation
Landgraf-Friedrich-Saal 1
12:00
PL-08: Captive Service Providers - Ein Spagat zwischen Outsourcing-Anbieter und Outsourcing-Kunde
- Marc M. Zinkel, Vice President, Allianz Managed Operations & Services SE, Unterföhring
In Abhängigkeit von der Sourcing Strategie, sind Captive Service Providers integraler Bestandteil und/oder ihr Treiber und Gestalter. Wie sich Captives organisatorisch optimal an der Kunden- und Lieferantenschnittstelle aufstellen und diese optimal steuern hängt darüber hinaus von ihrer Wertschöpfungstiefe und ihrer Positionierung im Konzern ab. Abgeleitet davon ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Strukturen, Rollen und Steuerungsmechanismen.
- Sourcing Strategien - Kontext, verschiedene Modelle, Trends, Herausforderungen
- Implikationen auf Organisation und Steuerung
o Captive Service Providers als Outsourcing Anbieter - Anforderungen an Skills, organisatorische Varianten und Steuerungsmodelle, durch was werden sie beeinflusst
o Captive Service Providers als Outsourcing Kunde - Anforderungen an Skills, organisatorische Varianten und Steuerungsmodelle, durch was werden sie beeinflusst
- Praxisbeispiele - Lösung und kritische Bewertung
12:30
PL-09: Wie ein modernes Sourcing Management die IT-Organisation zum Innovator macht
- Welchen Einfluss haben aktuelle Herausforderungen und neue Cloud-Anwendungen auf die künftige Weiterentwicklung von IT Organisationen?
- Wandlung vom „IT-Selbstversorger“ zum modernen Sourcing Management – Strategien und Konsequenzen
- Der Kienbaum Service-Broker Ansatz für die Etablierung eines modernen Sourcing-Managements, das der IT-Organisation den Weg zum Innovator bereitet.
- Erfahrungen und Projekte der BSH – Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH bzgl. Cloud-Anwendungen
o Zur BSH
o Der IT-Support Prozess
o Projektziele
o Die Lösungsplattform
o Benefits und Highlights der neuen Cloud-Lösung
o Schlussfolgerungen und weitere Projekte
13:00
PL-10: Testdatenmanagement vor dem Hintergrund des Outsourcings und Offshorings von Entwicklungsleistungen
- Nils Harder, Projektleiter, Evonik Services GmbH, Darmstadt
- Marcel Straub, Partner, PricewaterhouseCoopers AG WPG, Essen
1. Problemstellung
- Outsourcing: Beginn der Nutzung von Offshoring-Kapazitäten im Non EU-Raum für Entwicklungsunterstützung.
- In einem Bericht der Konzernrevision zum Thema „Testen mit produktiven Daten“ wurde festgestellt, dass zur Sicherstellung gesetzlicher und firmeninterner Anforderungen Handlungsbedarf besteht, um dem Schutzbedarf besonders sensibler Daten der Evonik zu entsprechen.
- Ziel war es, eine Vorgehensweise für den Datenschutz von Testdaten zu beschreiben. Dazu sollten Voraussetzungen, Möglichkeiten und Tools untersucht und die daraus entstehenden Handlungsalternativen, Herausforderungen und Aufwände in einem Konzept beschrieben werden.
- Die Umsetzung der resultierenden Anforderungen hatte unter der Beachtung der Verhältnismäßigkeit zu erfolgen.
2. Vorgehen
- Aufbereitung der Themenstellung durch Evaluierung der unternehmensspezifischen Daten- und Know-how Schutzanforderungen im Marktumfeld.
- Analyse, Bewertung und Abstimmung des Schutzbedarfs von Testdaten insbesondere mit Revision und Datenschutz.
- Toolauswahl zur Echtdatenanonymisierung.
- Nachweis der Umsetzungsmöglichkeit und Aufwandsschätzung in einem „Proof of Concept“ (Pilotprojekt).
- Konzept- und Richtlinienerstellung zur Umsetzung der Datenschutzanforderungen für Testdaten.
- Abstimmung mit den verschiedenen Interessenvertretern, insbesondere mit Konzerndatenschutz, Compliance und Revision.
- Bestimmung des Vorgehens zum Rollout.
3. Erzielte Effekte und Schlussfolgerungen
- Erfüllung der relevanten Sicherheits- und Ordnungsmäßigkeitsanforderungen durch effektiven und effizienten Schutz von kritischen Unternehmensdaten und Unternehmens-Know-how.
- Sicherstellung eines nachweisbaren, gesetzeskonformen Umgangs mit personenbezogenen Daten.
- Einbindung von Konzerndatenschutz und Revision in das Projekt hat sich bewährt.
- Frühzeitige Abstimmung mit den betroffenen Fachbereichen ist erforderlich.
- Die Analyse schützenswerter Daten gemäß Know-how-Schutz sowie die Analyse der angebundenen Schnittstellen ist sehr komplex und aufwändig.
- Herausforderung: Synchronisation des Customizings im Zielsystem (SAP-Umfeld).
- Die im abgestimmten Konzept festgelegte, formale Vorgehensweise mit Freigabe durch den Systemowner (Dateneigentümer aus dem Fachbereich) hat sich bewährt.
12:00-13:30
PLENUM 3: Rechtsfragen im Outsourcing und Cloud Computing
Landgraf-Friedrich-Saal 3
12:00
PL-11: Rechtssichere Gestaltung von Service Level Agreements für die Cloud möglich?
Die rechtssichere Gestaltung von Service Level Agreements für die Cloud ist für die Akzeptanz von Cloud Computing-Angeboten zwingend geboten. Worauf kommt es aber in den Vertragsbedingungen an um transparente und messbare Cloud-Leistungen zu erhalten? Um die Höhe der Vergütung in einem SLA für Cloud-Leistungen festzustellen und die Einhaltung der Service Level zu kontrollieren, ist die Festschreibung einer möglichst genauen abschließenden Beschreibung der zu erbringenden Leistung unerlässlich. Gleichzeitig erhöhen sich die Anforderungen an das Demand-, Supplier- und Service Level Management erheblich.
Im Impulsvortrag wird als Diskussionsgrundlage dargestellt wie Cloud-Leistungen effektiv und rechtssicher zu den Regelungspunkten für das Demand-, Supplier- und Service Level Management gestaltet werden können.
12:30
PL-12: Outsourcing beim Outsourcer - Rechtliche Restriktionen und Lösungsmöglichkeiten
- Dr. Flemming Moos, Rechtsanwalt, Partner, Fachanwalt für IT-Recht, Norton Rose Germany LLP, Hamburg
Der Vortrag erläutert die besonderen Anforderungen an die Gestaltung eines Outsourcingvorhabens bei einem Dienstleister, welcher seinerseits als Datenverarbeitungsdienstleister tätig ist.
Folgende Aspekte werden betrachtet:
- Umsetzung von Datenschutzvorgaben aus Gesetz und Endkundenverträgen
- Vertragliche Zustimmungs- / Anzeigepflichten zu Unterbeauftragungen
- Beachtung kundenspezifischer Vorgaben (z.B. MaRisk etc.)
- Restriktionen bei der Weiterverlagerung ins Ausland
Der Vortrag zeigt auf, an welche Einschränkungen in der Praxis konkret zu denken ist und welche Lösungsmöglichkeiten jeweils bestehen.
13:00
PL-13: IT Organisation: Cloud Computing für international tätige Unternehmen
- Arnd Böken, Rechtsanwalt und Notar, Graf von Westphalen Rechtsanwälte Partnerschaft, Berlin
Gerade für international tätige Unternehmen ist Cloud-Computing interessant. CIOs, die Dienste aus einer internationalen Public Cloud nutzen wollen, müssen aber häufig erst Überzeugungsarbeit im eigenen Unternehmen leisten. Der Vortrag erläutert die Unterschiede bei der Datenverarbeitung innerhalb und außerhalb Europas, und stellt anhand von praktischen Beispielen die verschiedenen Möglichkeiten vor, ein angemessenes Datenschutzniveau (Safe Harbor Programm, EU-Standardverträge mit Ergänzungen etc.) zu gewährleisten. Dabei geht der Vortrag auf die Besonderheiten ein, die wegen des USA Patriot Acts zu beachten sind.
14:30-15:30
PANEL 2: Verstehen CIO und Service-Provider einander wirklich?
Landgraf-Friedrich-Saal 1
Moderation: Heinrich Vaske, Chefredakteur Computerwoche, IDG Business Media GmbH, München
- Dr. Oliver Hornung, Partner, SKW Schwarz Rechtsanwälte, Frankfurt am Main
- Dr. Ralph Jahnke, Geschäftsführer Outsourcing, Accenture, Kronberg/Ts.
- Dr. Frank Krickel, Transformation Executive, E.ON IT GmbH, Hannover
- Bernd Schäfer, Partner & Managing Director, Informations Services Group - TPI EuroSourcing Germany GmbH, Frankfurt am Main
- Dr.-Ing. Stefan Weiner, General Manager, Corporate Information Systems Company, Panasonic Europe Ltd., Hamburg